News

Sanierung und Rückbau von Gebäudeschadstoffen

Blogbeitrag_Header_WasserrechtBlogbeitrag_Header_WasserrechtHeader_Blogbeitrag_Gebäudeschadstoffe_Sanierung_Rückbau

Lösungen für belastete Bausubstanz

Frühzeitige Untersuchungen schonen Gesundheit und sparen hohe Folgekosten

JETZT KOSTENLOS
ONLINE-BERATUNG SICHERN

 

Wenigen ist bekannt, wo in Gebäuden überall Schadstoffe mit gesundheitsgefährdenden Eigenschaften lauern können. Meist geraten diese erst bei einer Sanierung, einem Rückbau oder durch Geruchsprobleme in den Blickwinkel der Betroffenen oder bleiben sogar unentdeckt. Neben dem allseits bekannten Asbest gibt es noch unzählige weitere Stoffe, die für die Raumnutzer, Bauarbeiter, Anwohner oder die Umwelt gefährlich werden können.

Im Ratgeber Gebäudeschadstoffe ist erklärt, welche Schadstoffe in Gebäuden vorhanden sein können. In diesem Blogbeitrag lesen Sie, was Sie von der Schadstoffuntersuchung bis hin zur Schadstoffsanierung bzw. den -rückbau wissen müssen.

Welche Gefahren gehen von Schadstoffen in Gebäuden aus?

Während der Nutzung von Gebäuden können Schadstoffe durch Ausgasen oder Freisetzung in die Raumluft sowie als dermale Kontaktflächen zur gesundheitlichen Belastung der Raumnutzer beitragen.

Schwachgebundene Asbestprodukte können auch ohne Eingriffe Fasern freisetzen und so zur Gefahr werden. Einige organische Schadstoffe können bei Raumtemperatur aus dem primär belasteten Bauteil ausgasen und so über die Raumluft zur Belastung an anderen Raumoberflächen führen.

Bei Beschädigungen, durch Bearbeitung oder durch Alterungsprozessen können eigentlich festgebundene bzw. dicht verbaute Schadstoffe freigesetzt werden. So können Schadstoffe auch Jahre nach deren Einbau zum Problem für die Raumnutzer werden. Dies gilt besonders für gefährdete Personengruppen und bei langjährigem Aufenthalt in betroffenen Räumen.

Speziell bei Arbeiten an schadstoffbelasteter Bausubstanz können enorme Mengen der Stoffe freigesetzt und so auch von den Arbeitern und der Umwelt aufgenommen werden.

 

Wann ist eine Schadstoffuntersuchung notwendig?

Das Gebäude wird noch genutzt – Es gibt Beschwerden der Raumnutzer

Treten bei Raumnutzern gesundheitliche oder geruchliche Beschwerden auf, so sollten deren Ursache unbedingt untersucht werden. Dies kann ein Indiz für das Vorhandensein von Schadstoffen in der Raumluft sein. Gleiches gilt für Verfärbungen der Wände und das Antreffen von Schimmel. Hier gilt unverzüglicher Abklärungsbedarf. Mit einer Untersuchung kann dann ermittelt werden, ob wirklich eine Schadstoffbelastung vorliegt und welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind. Möglicherweise sind zum Schutz der Raumnutzer umfassende Maßnahmen vor einer weiteren Nutzung der Räume notwendig.

Rückbau/Sanierung

Beim Rückbau ist das oberste Ziel, Schadstoffe aus dem Stoffkreislauf zu entfernen. Hierfür ist vorab die Erkundung der vorhandenen Schadstoffe nötig.

Wurden Schadstoffe im Gebäude nachgewiesen, so sind bei einem Rückbau oder einer Sanierung spezielle Arbeitsschutzmaßnahmen zu treffen. Diese dienen nicht nur dem Schutz der Arbeiter, sondern verhindern auch die Verteilung der Schadstoffe in der Umwelt. Je nach Schadstoffart sind verschiedenen Richtlinien einzuhalten. Zu nennen sind hier besonders die TRGS 519, TRGS 521, TRGS 524, TRGS 551, PCB-Richtlinie sowie die PCP-Richtlinie.

Außerdem kann mit einer vorzeitigen Untersuchung die Menge an zu entsorgendem schadstoffbelasteten Material verringert werden. Schadstoffe können so im Bauablauf genau separiert werden und die Kosten für die Entsorgung der Bauschuttabfälle verringern sich deutlich.

Zum Recycling von mineralischen Baustoffen können Sie sich gerne in unserem gesonderten Beitrag zum Thema Recyclingbaustoffe informieren.

Bild_5

Wie können Gebäude auf Schadstoffe untersucht werden?

Zur Untersuchung von Schadstoffen stehen den Gutachtern verschiedenste Gerätschaften und Möglichkeiten zur Verfügung. Durch geeignete Planung und Wahl der Probenahme lassen sich die einzelnen Schadstoffe untersuchen. Da bei falscher Probenahme auch Schadstoffe freigesetzt werden können, sollte diese nur durch geschulte Personen erfolgen. Vorhandene Normen und Richtlinien bei der Probenahme sind einzuhalten.

Folgende Probenahmemethoden stehen zur Verfügung:

  • Untersuchung der Raumluft auf Asbest, PAK, PCB, PCP/Lindan, VOC, Formaldehyd
  • Untersuchung von Staub auf Asbest, PAK, PCB, …
  • Untersuchung von Materialproben auf Asbest, KMF, PAK, PCB, Holzschutzmittel, MKW, Schwermetalle, …
  • Technische Erkundung der Gebäudesubstanz durch Kernbohrungen in Fußböden, Wände und Decken mit anschließender Probenahme von verdächtigem Material

Schadstoffuntersuchungen sollten nur von einem auf dem Gebiet erfahrenen Unternehmen/Gutachter geplant, durchgeführt und bewertet werden.

Welche Maßnahmen sind nach einem positiven Schadstoffbefund zu treffen?

Je nach Schadstoff und dessen Auftreten im Gebäude sind von einem Fachgutachter Maßnahmen zum Schadstoffausbau, zur Schadstoffeindämmung, zum Arbeitsschutz und zur Entsorgung zu treffen.

Ob ein Schadstoff im Gebäude verbleiben kann, ist je nach Situation unterschiedlich. Um dies zu entscheiden, benötigt es Erfahrung auf dem Gebiet. In einem Sanierungskonzept kann von einem Fachgutachter der gesundheitlich aber gleichzeitig auch finanziell beste Weg ermittelt werden. Eine Schadstoffsanierung kann von der Versiegelung des Schadstoffs bis hin zum rückstandlosen Entfernen aller primärer und sekundärer Quellen reichen.

Beim Rückbau und der Sanierung kann anhand der Untersuchung der Arbeitsschutz für die Beschäftigen und Anwohner so angepasst werden, dass keine Gesundheitsgefahr besteht. Außerdem liefert eine Schadstoffuntersuchung Hinweise, wie die anfallenden Abfallchargen entsorgt werden können. In einem Rückbau- und Entsorgungskonzept können von einem Fachgutachter so das Rückbauverfahren und die Entsorgungswege beschrieben werden.

Wie können Rückbaukosten schadstoffbelasteter Gebäude gering gehalten werden?

Die größten Kostenfaktoren beim Rückbau von schadstoffbelasteten Gebäuden sind die speziellen Arbeitsschutzmaßnahmen, Arbeitsmethoden und die Entsorgung der Gefahrstoffe. Werden im Bauablauf vom Bauunternehmer nicht ausgeschriebene Schadstoffe entdeckt und müssen gesondert behandelt werden, so folgen oft hohe Nachträge.

Oft kann das schadstoffbelastete Material relativ einfach vom Rest der Bausubstanz getrennt werden und Kosten in der Entsorgung können gespart werden. Dies setzt aber das Wissen um alle im Gebäude vorhandenen Schadstoffe voraus.

Eine orientierende Schadstoffuntersuchung mit detailliertem Rückbau- und Entsorgungskonzept ist dabei eine sehr gute Grundlage zur Erstellung der Leistungsbeschreibung der Rückbau-/Sanierungsarbeiten. Die darin beschriebenen Arbeitsschutzmaßnahmen, notwendigen Arbeitsschritte zur Senkung des schadstoffbelasteten Bauschutts und die Hinweise zur Entsorgung sichern vor einer zu ungenauen Ausschreibung und schützen so vor späteren Nachträgen.

Verfügt der Auftraggeber nicht über ausreichend Erfahrung in der Ausschreibung von Abbrüchen und Sanierungen mit Schadstoffen, so sollte diese von einem erfahrenen Ingenieurbüro durchgeführt werden. Fehler in der Ausschreibung können andernfalls zu hohen Nachträgen führen.

 

Bild_4

Bausteine einer nachhaltigen Schadstoffsanierung bzw. Schadstoffrückbau

  • Schadstoffuntersuchungen der Bausubstanz und der Raumluft
    Durch eine Ihren Bedürfnissen angepasste Probenahmestrategie untersuchen wir die Bausubstanz bzw. die Raumluft auf Schadstoffe aller Art. Wir legen unseren Untersuchungen die aktuellsten wissenschaftlichen Erkenntnisse und gesetzlichen Vorgaben zugrunde.
  • Schadstoffgutachten
    Vor einem Rückbau oder einer Sanierung ist es ratsam, eine orientierende Schadstoffuntersuchung durchführen zu lassen. Dies gibt Ihnen bei den Projekten Gewissheit über die Gesundheitsgefährdung, die notwendigen Arbeitsschutzmaßnahmen und somit auch einen groben Überblick über die anfallenden Kosten. Ein Schadstoffgutachten sichert Sie auch vor einer späteren Kostenfalle beim Kauf bzw. Verkauf einer älteren Immobilie ab. In Form eines Schadstoffkatasters erfassen wir die im Gebäude vorhandenen Schadstoffe und geben Ihnen so Planungssicherheit.
  • Rückbau- und Sanierungskonzepte
    Wir erstellen für Sie auf Grundlage von Schadstoffuntersuchungen ein passenden Rückbau- oder Sanierungskonzept. Dies beinhaltet sämtliche notwendige, spezielle Arbeitsschutzmaßnahmen aufgrund der angetroffenen Schadstoffe. Darüber hinaus finden Sie hier die am besten anzuwendende Rückbau- bzw. Sanierungsmethode, um den Nutzen möglichst hoch und die Kosten niedrig zu halten.
  • Entsorgungskonzepte
    Die bei Abbrüchen und Sanierungen anfallenden, teils schadstoffbelasteten Materialien bedürfen einer oft kostenintensiven Entsorgung. Verunreinigungen durch Vermischung von schadstoffbelasteten Materialien mit unbelasteter Bausubstanz kann zu einer Kostenexplosion bei den Entsorgungskosten führen. Wir ermitteln für Sie den wirtschaftlichsten Entsorgungsweg unter Einhaltung der gesetzlichen Regelungen. In einem Entsorgungskonzept zusammengestellt, erhalten Sie eine detaillierte Beschreibung und Aufstellung der möglichen Entsorgungswege für die einzelnen angefallenen Materialien, von unbelasteter mineralischer Bausubstanz bis hin zu Asbestzementprodukten.
  • Arbeits- und Sicherheitsplan
    Sollte für Ihren Rückbau oder Sanierung ein Arbeits- und Sicherheitsplan nötig sein, so können wir diesen für Sie erstellen.
  • Kostenschätzungen für Rückbau- und Sanierungsarbeiten
    Damit Sie eine Kalkulationsgrundlage für den geplanten Rückbau bzw. die Sanierung haben, erstellen wir für Sie Kostenschätzungen, die je nach Ihren Anforderungen von einer überschlägigen Kostenkennwerten bis hin zu einer detaillierten Kostenaufstellung reichen. Dies bewahrt Sie vor unvorhergesehen Kosten und gibt Planungssicherheit.
  • Erstellung von Leistungsbeschreibungen für Rückbau- und Sanierungsarbeiten
    Wir übernehmen die Erstellung von Leistungsverzeichnissen für Ihren Rückbau bzw. Ihre Sanierung. Dabei können wir auf einen großen Erfahrungshorizont hinsichtlich Schadstoffsanierungen und Abbrüchen zurückgreifen, wodurch Sie hohe Nachträge vermeiden können.
  • Abwicklung von der Angebotseinholung bis zur Vergabe
    Neben der Erstellung von Leistungsverzeichnissen wickeln wir für Sie den gesamte Vergabeprozess von der Angebotseinholung, über Nachverhandlungen bis hin zur Vergabe der Leistungen ab.
  • Fachbauleitung und Bauüberwachung bei Rückbau und Sanierung
    Wurde der Auftrag dann an ein Bauunternehmen vergeben, überwachen wir stellvertretend für Sie den Bauablauf, sorgen für einen geregelten Bauausführung, greifen ein, wo nicht gerechtfertigte Nachträge drohen und prüfen die Rechnungen des Bauunternehmens.
  • Freimessung Sanierungs- und Schwarzbereiche
    Wurden Schadstoffe wie Asbest, PAK, etc. aus dem Gebäude entfernt, ist häufig ein sogenannter Schwarzbereich notwendig, der im Anschluss an den Schadstoffausbau freigemessen werden muss. Mit unseren Raumluftuntersuchungen können wir Sie hier unterstützen.
  • Betriebsbeauftragter für Abfall im Sinne § 59 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes
    Sollten Sie einen Abfallbeauftragten benötigen, so können wir Sie ebenfalls unterstützen.

Unsere Qualifikationen

  • Fachkundige für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit in kontaminierten Bereichen und Sachkundiger nach DGUV – Regel 101-004, Anhang 6 A (BGR 128)
  • Sachkundige nach TRGS 519, Anlage 3: Asbest Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten
  • Sicherheits- und Gesundheitskoordinatoren nach §4 BaustellV
  • Betriebsbeauftragte für Abfall im Sinne § 59 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes
  • Geprüfte Probenehmer nach LAGA PN 98

An alles gedacht?

In einem kostenlosen Erstgespräch beraten wir Sie auch gerne online per Videokonferenz zu Ihrer Aufgabenstellung.

Tragen Sie sich hierzu bequem und einfach über unser Online-Buchungssystem für einen Beratungstermin ein.

So einfach wie noch nie: Microsoft Teams bietet die Möglichkeit, auch externe Gäste zu Besprechungen hinzuzufügen. Dies bedeutet für Sie, dass Sie sich nicht registrieren und kein Benutzerkonto anlegen müssen.

 

 

Weitere Beiträge zum Thema:

Zum Blogbeitrag Ratgeber Gebäudeschadstoffe