News

Schadstoffbelastung Industriepark Schwarze Pumpe

Bild_Schwarze_Pumpe_Social Media

Das Gelände des ehemaligen Gaswerkes im Bereich des heutigen brandenburgischen Industrieparks Schwarze Pumpe ist zum Teil stark mit Schadstoffen belastet. Nach vorausgegangenen Untersuchungen sind Böden und Grundwasser durch monoaromatische Kohlenwasserstoffe (BTEX), Phenole, Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Mineralölkohlenwasserstoffe hochgradig kontaminiert.

Die teilweise extrem hohen Bodenkontaminationen wirken dabei noch immer als Schadstoffquelle für das Grundwasser. Zur Reduzierung des Quellencharakters wird durch Bodenaustausch und Bodenreinigungsmaßnahmen eine Quellstärkereduzierung vorgenommen. Die „Quellstärkereduzierung mittels Bodenaustausch“ erfolgt im Bereich der Teerscheidung Ost sowie in den Anlagen der ehemaligen Entphenolung mit den Bereichen Vorlagetanks, Extraktion und Destillation.

IFB Eigenschenk + Partner ist hierfür baubegleitend über die gesamte Laufzeit der Baumaßnahme mit der Beweissicherung, Erschütterungsmessungen, Rissmonitoring und Verdichtungskontrollen beauftragt.Im Zuge der Bodenreinigungsmaßnahmen werden in den einzelnen Bauabschnitten 9 x 11 m große Spundwandkästen gerammt (siehe Abbildung). Abschnittsübergreifend sind 168 Spundwandkästen geplant, innerhalb welcher der kontaminierte Boden zunächst bis auf eine Tiefe von 14 m unter Geländeoberkante ausgehoben wird. Das Material wird anschließend gereinigt und in einzelnen Lagen mit einer Mächtigkeit zwischen 0,5 und 1 m wieder eingebaut. Je eingebauter Lage werden 3 Verdichtungskontrollen mittels dynamischer Fallplatte durchgeführt.

Für den Zeitraum des Wiedereinbaus muss ein Mitarbeiter 2 Tage die Woche vor Ort sein, um die eingebauten und verdichteten Lagen zu prüfen.

Aufgrund der Verunreinigungen im Boden mussten sich unsere für diese Baustelle verantwortlichen Mitarbeiter vorab einer Gesundheitsuntersuchung unterziehen und die Baugrube darf nur in Schutzanzügen, mit Atemmaske und Gaswarngerät betreten werden.

Bis zum Abschluss des Bodenaustauschs, voraussichtlich im Dezember 2022, werden insgesamt 4.800 dynamische Verdichtungskontrollen durch IFB Eigenschenk + Partner innerhalb der Spundwandkästen durchgeführt.

 

Alle Leistungen im Bereich Geotechnik finden Sie hier:

Zur Seite GEOTECHNIK