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Bautechnische Beweissicherung = unkomplizierte Sanierungskontrolle

Giebichensteinbrücke_Website

Die Giebichensteinbrücke gehört zu einer von drei Saalequerungen der Stadt Halle (Saale). Sie befindet sich im Norden der Stadt unterhalb der Burg Giebichenstein und verbindet den westlich der Saale gelegenen Stadtteil Kröllwitz mit dem Stadtteil Giebichenstein am Ostufer.

Zwar wurde die Saale an diesem Ort bereits im 14. Jahrhundert über eine Holzbrücke überquert, dennoch wurden bis 1870 für den Flussverkehr hauptsächlich Fähren genutzt. Die heutige Giebichensteinbrücke wurde 1926 bis 1928 als massive Stahlbetonbrücke errichtet. Sie besteht aus vier unterschiedlich großen Segmentbögen. Der Hauptbogen (Bogen 3) hat eine lichte Weite von 60,0 m und überbrückt die Saale. Das Bauwerk ist durch eine durchgehende Längsfuge in zwei Brückenhälften getrennt. In den Widerlagern befinden sich mit Türen verschlossene Räume. Rechts und links des Hauptbogens stehen zwei monumentale Tierskulpturen auf massiven Sockeln, die die Funktion von Eisbrechern zum Schutz des Hauptsegmentbogens einnehmen. Mit einem Pferd am Giebichensteiner Ufer und einer Kuh auf dem Kröllwitzer Ufer stellt die Brücke das Wahrzeichen Halles dar.

Das Bauwerk befindet sich innerhalb des ausgewiesenen Überflutungsgebietes der Saale. Aufgrund des letzten Hochwasserereignisses 2013 sind an dem Bauwerk Betoninstandsetzungen und Risssanierungen an den Ansichtsflächen sowie Schadensbeseitigungsmaßnahmen im Bereich der inneren Aufständerung des mittleren Bogens und der Bauwerksfugen notwendig.

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Rissbildung im Bereich der Beton-Außenschale

Die Giebichensteinbrücke ist ein Baudenkmal im Sinne des § 2 Abs. 2 Nr. 1 DenkmSchG LSA und als solches in das Denkmalverzeichnis des Landes Sachsen-Anhalt eingetragen und bleibt deshalb in ihrer äußeren Form erhalten. Daher ist die Durchführung eines detaillierten Beweissicherungsgutachtens vor Beginn der Bauarbeiten notwendig. Hierfür hat IFB Eigenschenk + Partner den Auftrag erhalten. Im Rahmen des Beweissicherungsgutachten wurden neben der Brücke selbst, auch alle zugänglichen Räume der beiden Widerlager begangen und der bauliche Zustand erfasst. Weiterhin wurden die Kammern innerhalb der Brückenbögen begutachtet. Dabei zeigte sich ein umfangreiches Schadbild. Am Äußeren der Brücke wurde eine vermehrte Rissbildung, Schalenbildung sowie Abplatzungen vorgefunden. Innerhalb der Räume und Kammern konnte massive Durchfeuchtung sowie Verschmutzung bedingt durch gerissene Raumfugen und durch Wassereintritt bei Hochwasser festgestellt werden.

Dank der umfassenden bautechnischen Beweissicherung durch IFB  Eigenschenk  + Partner erhält der Bauherr eine fundierte Grundlage über den Zustand des Bauwerkes vor Beginn der geplanten Sanierungsarbeiten. Eine weitere noch ausstehende Begutachtung nach Beendigung der Bauarbeiten ermöglicht dem Bauherrn auf unkompliziertem Weg eine Erfolgskontrolle der durchgeführten Arbeiten.

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