Radonsanierung Amtsgericht Tirschenreuth

Projektbeschreibung

Im Rahmen einer von Bayerischen Landesamt für Umwelt durchgeführten Langzeit-Radonmessung wurden in nahezu allen Räumen des Amtsgerichts Tirschenreuth, einer ehemaligen Klosteranlage aus dem 13. Jahrhundert, erhöhte Radonkonzentrationen in der Raumluft festgestellt.

IFB Eigenschenk wurde beauftragt, zunächst die Wirksamkeit erster Abdichtungsmaßnahmen in einzelnen Räumen messtechnisch zu überprüfen und anschließend ein Sanierungskonzept zu entwickeln. Da die eingebauten Abdichtungen nicht die erforderliche Reduzierung der Radonkonzentration bewirkten, wurde von IFB Eigenschenk alternativ eine Radonabsaugung vorgeschlagen. Um deren Wirksamkeit zu prüfen, wurde zunächst eine Pilotanlage für einen Einzelraum errichtet. Dieser Versuch war insbesondere erforderlich, da die Maßnahme in einem denkmalgeschützten Gebäude durchgeführt wurde und somit im Vorfeld größerer baulicher Eingriffe in das historische Ensemble deren Sinnhaftigkeit nachzuweisen war.

Die messtechnische Überprüfung der Pilotanlage ergab eine dauerhafte Reduzierung der Radonkonzentration im Versuchsraum unter den Referenzwert gemäß StrlSchG von 300 Bq/m³ Raumluft. In der Folge wurde durch IFB Eigenschenk die Absauganlage für den gesamten Gebäudekomplex geplant, anschließend wurden die Vergabeunterlagen erstellt und das Vorhaben im Februar bis April 2020 baulich umgesetzt.
Die bisher durchgeführten Kontrollmessungen belegen die Wirksamkeit der Absauganlage, welche eine deutliche Reduzierung der Radonbelastung im Gebäude bewirkt, sodass der Referenzwert gemäß § 126 StrlSchG aller Voraussicht nach langfristig eingehalten werden kann.

 

Leistungen

  • Gutachten
  • Monitoring
  • Planung